• Christoph Hahn

Zitrusfrische trifft Honigsüße


Ziemlich häufig habe ich bei Mosel-Rieslingen des Jahrgangs 2016 das Gefühl, mir zurufen zu müssen: Das ist aber ein verdammt geiler Stoff! Das ist mir mit dem „Jungheld“ von Alex Loersch, mit dem „Rotschiefer“ vom Weingut Würtzberg in Serrig an der Saar und der Spätlese Fass 7 aus dem Kaseler Nies‘chen von Herbert Weis (Weingut Erben von Beulwitz in Mertesdorf an der Ruwer) so gegangen. Jetzt habe ich seine Nies‘chen-Auslese Fass 5 aufgemacht – und war wieder rechtschaffen angenehm berührt.

Das hat nicht nur damit zu tun, dass ich zu Weis ein direktes Verhältnis habe: Ich habe wiederholt in seinem Mertesdorfer Hotel, das auch Sitz des Weingutes ist, übernachtet und dabei die Gesellschaft des Patrons und seiner Ehefrau Mechthild genossen – inklusive einiger älterer und alter Rieslinge aus der Schatzkammer. Auch will ich nicht verhehlen, dass die Terrasse des Hauses mit direktem Blick auf die gegenüber liegenden Rebhänge von Maximin Grünhaus für mich zu den angenehmsten Orten der Gegend zählt. Ist alles nur Begleitmusik, wenngleich vom Allerfeinsten. Die Hauptrolle spielt der Stoff aus dem Keller, Tropfen wie die Auslese Fass 5 von 2016.

Dieses köstliche Zeug liegt zuerst einmal mit beeindruckend tief dunklem Goldton im Glas. In der Nase – tja, da ist mir, als würde ich die Nase in einen Obstsalat stecken, der gerade mit Honig übergossen worden ist und genau so duftet. Auf der Zunge kommt es genau so: etwas Steinfrucht, dazu fein säuerliche Zitrusfrische plus Ananas. Vor allem aber läuft das Zeug in alle erreichbaren Winkel und geht dort einfach nicht mehr weg. Das lob ich mir!


Preis ab Weingut: 19,50 Euro.

Im Internet: http://www.von-beulwitz.de

 

(0163) 2069247

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