• Christoph Hahn

Wo der Zaubertrank wächst: Ockfener Bockstein


Wenn es um Weine (und das heißt immer: Rieslinge) von der Saar geht, lande ich immer wieder beim Ockfener Bockstein. Sicher geben Ayler Kupp, Kanzemer Altenberg und andere Lagen am Ufer des Flusses zwischen Serrig und Konz den Boden für manchen guten oder sogar großen Tropfen her. Doch durch den noblen und - Adel verpflichtet - dabei zurückhaltenden Ton der Gewächse von dort sticht der Bockstein und was aus ihm kommt deutlich heraus.


Van Volxem, Nik Weis, von Othegraven und andere mehr: Die Namen der prominenten Güter, die im Bockstein ihre Parzellen hegen, liest sich schon mal nicht schlecht. Trotz der den dicht gedrängten Konkurrenz können die Weine der Familie Zilliken, deren Ruf nicht zuletzt auf Rieslingen aus dem Saarburger Rausch gründet, gut bestehen - gerade weil an ihnen so gar nichts ist, was effektreich nach Aufmerksamkeit schreit, ist.


Dieser Bockstein der Zillikens jedenfalls, von dem hier die Rede ist, wirkt für einen sehr jungen Kabi ausgesprochen weich. Die Säure mutet weniger zupackend als sonst gewohnt an. Gleiches gild für die Frucht, die in weicher Fülle (vor allem Steinobst) die Mundschleimhaut und andere geschmackssensible Körperzonen nach und nach durchtränkt.

Mit dieser zurückhaltenden Art passt der Kabi vom Bockstein zudem hervorragend in die Kollektion der Zillikens. Sein Terroir drückt er jedenfalls so authentisch aus wie er für das Tun seiner Winzer stehen kann.


Preis ab Weingut: 20 Euro.

Im Internet: www.zilliken-vdp.de



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