• Christoph Hahn

Von Neuseeland an die Mosel

Wenn ein Moselwinzer, ein junger wie Constantin Quint aus Wintrich allemal, mit einem Sauvignon-blanc-Sekt an den Start geht, klingt das in einer weithin vom Riesling dominierten Gegend schon recht abenteuerlich. Kommt in diesem Fall auch ganz gut hin, denn mit einem Abenteuer zu viert– einer Reise nach Neuseeland – fing alles an. Und mündete alsbald in ein weiteres Abenteuer: Den Anbau der internationalen Sorte an der Mosel und die Weiterverarbeitung zum Sekt.

Das durstige Publikum hat es jedenfalls goutiert: 2016 konnte der Junior gerade mal 30 Liter versektet; heute ist es die zehnfache Menge. Das Kennenlernen (Preis ab Weingut: 14,50 Euro) lohnt sich auf jeden Fall: Zwar liegt der Sekt auf der Süßeskala schon ziemlich nahe der äußeren Grenze zum fränkisch-(furz)trockenen Bereich – doch ist der Eindruck in der Nase und auf der Zunge etwas anders. Denn zum einen zeichnet sich dieser Schaumwein durch eine an Apfel erinnernde saftige Säure aus, zum anderen überrascht die Frucht, bei der vor allem Stachelbeere dominiert. Und die schmeckt ungefähr so wie in dem Moment, in dem sich jemand beim Kuchenessen, durch die Deckschicht aus Baiser gebissen hat.

Im Internet: www.weingut-quint.de


 

(0163) 2069247

  • Facebook
  • LinkedIn

©2020 Betreutes Trinken. Erstellt mit Wix.com