• Christoph Hahn

Schamlos süß

Immer wieder mache ich mich hier für die Weine des Ürziger Winzers Stefan Erbes stark. Denn der Winzer von der Mosel kann etwas, bei dem viele seiner Kollegen schlimm (ich sage nur: pappsüße Limo mit Alkoholgehalt) enden. Das Süße, das Breite: Das hat der Mann aus dem 900-Seelen-Dorf zwischen Kues und Kröv einfach drauf. Doch nur wenige Kenner wie der Gastronom Markus Reis ("Zeltinger Hof") erkennen Erbes' Format an. Was beweist: Zwischen Trier und Koblenz gibt es nicht nur junge Talente, sondern auch noch einige Könner jenseits der 30, 35 Jahre zu entdecken.


Erbes' 2019er Auslese aus dem Würzgarten hat mich zu diesen Gedankengängen angeregt. Wobei: Dieser Wein ist die "einfache" Qualität - Erbes führt auch eine Ein- und eine Drei-Stern-Auslese (Letztere mit Goldkapsel) im Programm. Dabei wird deutlich: Auch die untere Qualitätsstufe bietet eine sehr gute Qualität. Das zeigt sich auch darin, dass der Preis (16 Euro für die 0,75-Liter-Flasche) in einer gesunden Relation zur Prominenz und dem Potenzial der prominenten Mosellage steht. Eines sollten Genießer, die sich diesen Riesling anschaffen wollen, auch wissen: Es wird nicht nur sehr süß und fruchtig, sondern rechtschaffen würzig - der Name verpflichtet.


Im Internet: www.weingut-karlerbes.de


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