• Christoph Hahn

Nobel, nobel


Jetzt wird es nobel, und zwar ganz entsetzlich nobel. Denn im Glas leichtet ein 2017er Pinot Noir von der Ruwer, und zwar einer von einer allerersten Adresse - einer aus dem hoch berühmten Weingut Maximin Grünhaus der Familie von Schubert, unweit des Ortes Mertesdorf unterhalb der Monopollagen Abts-, Bruder- und Herrenberg idyllisch gelegen.


Neuer Anlauf: "Ein Kuss Holz" - diesen Ausdruck hat Grünhaus-Chef Maximin von Schubert. Leuchtet auch schon nach dem ersten Schluck ein. Nicht weil der 37-Jährige halt der Chef ist. Sondern weil der Holzton bei diesem Pinot so sanft ist. Das heißt: Der Wein bleibt saftig. Und spielt nicht mit knarzenden Barriquetönen den Muskelprotz. Leder, Schokolade, Tabak: Schön typisch Spätburgunder, aber hier schön weich. Das gilt aber au ch für die sortentypischen Fruchtaromen wie Sauerkirsche, Waldbeere and the like. Hier wird nicht geprotzt und geschrien. Wie halt auch bei der Eigentümer-Familie von Schubert. Nobelesse oblige, Adel verpflichtet.


Probiert habe ich den Wein übrigens in der 2017er Variante. Die ist inzwischen vom Markt. Zu haben ist der 2018er Jahrgang. Preis ab Weingut: 35 Euro.

Im Internet: www.maximingruenhaus.de


40 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen