• Christoph Hahn

Guter Brot-und-Butter-Roter von der Mosel


Von Ausnahmebetrieben einmal abgesehen, sind Spätburgunder und Konsorten an der Mosel eher eine Art von Beifang, die man den Kunden verkauft, damit sie nicht zum Konkurrenten weiterziehen. Bei den jüngeren Winzern bricht das auf: Winzer wie Markus Hüls in Kröv und Max Kilburg (Geierslay) in Wintrich geben Pinots und roten Neuzüchtungen in ihrem Schaffen mehr Raum als ihre Väter das taten.


Dann gibt es noch die älteren Kollegen, die ihre Betriebe schon immer etwas anders aufgestellt hatten als der Rest der Zunftgenossen. Einer derer, die sich notfalls quer zum Trend positioniert haben, ist Heinz Schneider aus Leiwen. An der Basis seines roten Repertoires steht "Schiefergestein Cuvée 23" (Spätburgunder trifft Regent und Dornfelder)-


Schneiders Cuvée ist ein schöner ausgewogener Stoff. Der Holzton wirkt eher hinter- als vordergründig. Dafür gibt es hier viele schöne Fruchtaromen, und das ohne das die ganze Angelegenheit marmeladig abläuft: Kirsche vor allem, dazu allerlei dunkle Beeren. So etwas wie ein roter Brot-und-Butter-Wein, passt zum Bauernbrot mit Schinken oder zur Pasta. Gute Basisqualität, nicht zu billig gemacht, schon jetzt sehr zugänglich. Übrigens: Heinz Schneider macht auch guten Sekt.


Preis ab Weingut: 6,50 Euro.

Der Winzer im Internet: www.weingut-schneider.de



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