• Christoph Hahn

Einer fürs internationale Parkett


Mit Champagner und Winzersekt ist's wie mit Äpfeln und Birnen: In letzterem Fall handelt es sich um zwei Verwandte aus dem Obstgarten, die trotz aller Gnemeinsamkeiten grundverschieden sind. Mit den beiden Schaumweinen verhält es sich sinngemäß nicht sehr viel anders: Vom Keltern der Grundweine übere das Degorgieren bis zum Füllen auf die Flasche gibt es jede Menge Gemeinsamkeiten - und dabei so viele Verschiedenheiten, dass sich jedes Vergleichen und Aufrechnen verbietet.


Trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, das beide Kulturen einander nahe kommen können - eine Art von deutsch-französischer Freundschaft in flüssig halt. Das wird schon am Crémant von der Mosel deutlich. Dieser Stoff aus Auggen im Herzen des Markgr äflerlandes hat mit deme Kollegen aus der Champagne schon mal drei zugelassene Grundweine, nämlich Pinot Meunier, Chardonnay und Pinot Noir gemein. Aber auch die Arom en wie Brioche und getoastetes Weißbrot bezeugen die Verwandtschaft.


Da nimmt also mit Vater und Sohn Reinecker jemand an großen Vorbildern Maß und überhebt sich noch nicht mal dabei. Dieses Zeug läuft so herrlich elegant die Kehle herunter und tanzt dabei auf der Zunge - es ist schon eine Lust. Wer es hingegen kerniger und zupackender mag, der ist mit dem Chardonnay-Sekt des Hausesi bestens bedient: Reichlich Hefe, dazu ein bisschen Walnuss und Apfel (erst die Schale, dann das Fruchtfleisch) - fertig ist der Zaubertrank.


Preis ab Sektgut: 15 Euro (Chardonnay), 21 Euro (Cuvée Classic).

Im Internet: www.sektkellerei-reinecker.de


 

(0163) 2069247

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