• Christoph Hahn

Eine runde Sache

Aktualisiert: 30. Nov 2020


Mich muss keiner mehr bekehren. Kabinett-Rieslinge von der Mosel, die ganz ohne jede Anstrengung herrlich frisch die Kehle herunterlaufen, sind längst - neben Kaffee vom Röster - DER Treibstoff in meinem Leben. Dabei habe ich mich längst vom reinen Süß-Trinker hin zum Konsumenten entwickelt, der sich mehr und mehr den trockenen Weinen geöffnet hat. Mich muss also keiner mehr bekehren. Und doch: Würde es noch dessen bedürfen, wäre der 2019er Riesling trocken "Su wie frieja" von Franz-Josef Eifel aus Trittenheim der richtige Stoff dafür. Heißt zwar nicht Kabinett, schmeckt aber so.


Das kommt vor allem daher, dass Würze, Mineralität und Säure - sämtlich Größen, die im Übermaß nicht nur auf mich abschreckend wirken - hier su sehr gut in das Gesamtkunstwerk eingebunden erscheinen. "Su wie frieja", also wie ein ganz klassischer Mosel-Riesling, wirkt der Wein des Ecovin-Winzers aber vor allem auch deshalb, weil er so sehr viel (zitrische) Frucht, Saft und gar nicht mal so wenig Süße (Restzucker 11, Säure 8,4 Gramm/Liter) mitbringt. Das heißt aber auch nicht, dass der "Su" seine kantigen Seiten verleugnet, ganz im Gegenteil.er

Dieses Zeug federt und tanzt ganz angenehm über die Zunge. Es gibt nichts im großen weiten Riesling-Aroma-Spektrum, was dieser Wein dem Genießer erspa So geht Mosel, so ist sie immer schon gegangen. Das ist es, was es der moselfränkische Titel mir sagt.


Preis ab Weingut: 14 Euro.

Im Internet unter: www.fjeifel.de




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