• Christoph Hahn

Ein Trockener zum Angewöhnen


Eigentlich war ich Süß-Trinker. Und ich bin es noch immer gerne. Trotzdem begegnen mir beim Abgreifen im Keller immer wieder Rieslinge (von der Mosel. um die es bei mir hauptsächlich geht), bei denen ich gerne schwach werde. Das war vor ein paar Wochen der 16er Rotschiefer von Würtzberg. Und jetzt halt der 17er Ayler Riesling Fass 2 von Florian Lauer - nicht ganz so breit wie der Würtzberg oder das trockene Goldtröpfchen von Gernot Hain, aber doch ein ziemlich ausdrucksfreudiger Ortswein aus einem der besten (VDP-)Weingüter an der Saar.

Der Lauer hat jedenfalls viel, was ihn als gelungenes Werk aus erster Hand ausweist - wobei ich nicht ganz genau weiß, wo genau die Reise mit ihm hingeht, denn der Ayler kommt jetzt ja gerade mal aus seiner Pubertät heraus. Aber Zugkraft und Trinkfluss sind jetzt schon da und eine ziemlich markante Mineralik, die diesem Tropfen das Rückgrat durchdrückt. Es dürfte noch spannend werden mit diesem Stoff aus dem Hause Lauer.ian

Florian, der amtierende Chef im Gut, hat zu seinem Fass Nr. 2 ein ganz besonderes Verhältnis: "Das ist jedes Jahr unser absolut durchgegorenster Wein und somit einer der trockensten Rieslingweine des gesamten Anbaugebietes MSR mit durchschnittlich nur 1-2 g/l Restzucker." Sein Typ fürs Foodpairing: "Dieser Wein ist speziell für die Begleitung von Meeresfrüchten und sehr gradliningen, zarten Speisen gedacht."


Beim Winzer ist dieser Wein längst schon wieder vergriffen.

Im Internet: www.lauer-ayl.de


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