• Christoph Hahn

Durch und durch ein Riesling

Aktualisiert: Apr 3


Das ist mir eine Empfehlung wert: Der Brut-Sekt von Moselwinzerin Lena Endesfelder übersetzt die Charakterzüge des Rieslings ziemlich originalgetreu vom Still- in den Schaumwein. Frucht, Frische, selbst ein Quäntchen Süße – der Sekt hat alles, was einen Kabinett oder auch ein Großes Gewächs kennzeichnet. Einmal mehr macht sich damit Endesfelders Heimatort einen Namen durch Winzerinnen. Neben ihr selbst sind unter anderem noch Carolin Hoffranzen und Eva Lenhardt am Start. Sie wissen halt, wie das geht mit dem Wein- und dem Sektmachen.


Was ist das aber für ein Sekt, der mich so begeistert? Eine harmlos-süßliche Prickelbrause natürlich nicht. Ein kantiger Kraftkerl mit derb viel Hefe und staubtrockenen Kreide- und Weißbrotaromen aber auch nicht – wobei: Das Mosseux fällt nicht extrem üppig, aber auch nicht allzu sparsam aus. Aber ein bisschen kitzeln darf es auf der Zunge auch. Vor allem aber hat der Stoff gerade so viel Säure, dass es ihm zusammen mit den Geschmacksnoten von Zitrusfrüchten und Äpfeln schön saftig macht. Ein paar Minuten an der frischen Luft erhöhen diesen Spaßfaktor und geben Frucht wie Süße mehr Profil.


Für mich ein Sekt, den ich eher als Solisten denn als Speisenbegleiter trinken würde. Widerspruch? Ja, bitte!

Preis ab Weingut: 9,90 Euro.

Die Winzerin im Internet: www.weingut-endesfelder.de

134 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen
 

(0163) 2069247

  • Facebook
  • LinkedIn

©2020 Betreutes Trinken. Erstellt mit Wix.com