• Christoph Hahn

Die Jungs vom Dorf sind nicht von gestern


Ach, eigentlich ist der Ort Pünderich an der Mittelmosel ein regelrechtes Kompetenzzentrum in Sachen Riesling mit all den Buschs (Clemens, Rita, Johannes, Markus (versteht sich auf weiße PiWi-Sorten wie den Sauvignac), Dominik und anderen mehr), manch einem Dahms (z.B. Tobias vom Paulushof), einer nicht geringen Anzahls von Lays (Matthias macht unter anderem mit seinem halbtrockenen "Mojo" von sich reden) und mindestens einem Simonis. Viele Arten, Wein zu machen, noch mehr Temperamente. Denkste! Die aufgezählten Jungs kommen alle aus einem Dorf und sind vielleicht gerade deswegen nicht von gestern. Seit Jahren treten sie im Gangsta-Style Moselaner Art als "Das Kartell" auf und machen jährlich einen Wein. Ich habe mir mal ihre trockene Riesling-Cuvée vom Lesejahrgang 2017 angetan und war ganz angetan von diesem Stoff, obwohl ich tendenziell eher Süßtrinker bin.


Aber mit Alex Loerschs 2016er "Jungheld" aus der Trittenheim Apotheke und Franz-Josef Eifels Rieslingen von dort habe ich vor gar nicht langer Zeit den Weg zu den Trockenen gefunden und auch die Kartell-Cuvée zeigt mir, dass deutsche Winzer immer mehr sich darauf verstehen, nicht nur frucht- und edelsüßen Weinen eine stabile Langlebigkeit mitzugeben. Dabei ist das Gemeinschaftswerk aus Pünderich vor allem eines, so saftig, dass es kracht und vibriert. Ausgeprägte Frucht (Pink Grapefruit) und deutliche salzige Schiefer-Mineralik - ungefähr so bringt der Mensch Riesling auf den Punkt - Gangsta-Style hin oder her.


Der vorgestellte Riesling ist bei den beteiligten Winzern schon vergriffen. Was darüber hinaus an Gemeinschafts- und Einzelwerken zu haben ist, findet sich im Online-Shop der Website www.riesling-kartell.de

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