• Christoph Hahn

Der wirklich echte Günther-Jauch-Wein

Aktualisiert: 15. Dez 2020


Es gibt Lagen, die sich ihren eigenen Mythos schaffen. Und was die Saar betrifft, liegt der Ockfener Bockstein dabei weit vorne. Nachdem ich Weine (will sagen: Rieslinge) aus den Weingütern Forstmeister Geltz-Zilliken und Nik Weis vorgestellt habe, kommt jetzt eine Spätlese dran, dessen Erzeuger von einem Mythos ganz eigener Art umgeben wird: Es ist das Weingut vom Othegraven von Fernsehstar Günther Jauch, dessen Kellermeister Andreas Barth Jahr für Jahr das ambitionierte Niveau des Hauses mit charaktervollen Rieslingen unterstreicht.

Bei seiner 2019er Spätlese aus dem Bockstein beeindruckt mich die Kraft dieses Weines. Damit meine ich keine vordergründigen Effekte, sondern eine Geschmacksnote, die mir zuletzt bei den Weinen von Roman Niewonidczanskis Weingut van Volxem begegnet ist: Sehr saftige, fleischiges Steinobst, vor allem Pfirsich, habe ich damals geschmeckt und bei von Othegraven wieder angetroffen. Dem Wein gibt das eine gewisse Körperlichkeit, doch die 2019er Riesling Spätlese vom Bockstein bietet mehr als Pfirsich & Co.. Feine Zitrusfrucht gibt dem Wein so etwas wie Tiefen- und Konturenschärfe.


Restzucker und Säure: 85 bzw. 8 Gramm/Liter. Preis ab Weingut: 20 Euro. Im Internet: www.von-othegraven.de

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