• Christoph Hahn

Da kommt die neue Saar!


Manfred Loch, Roman Niewonidczanski, Florian Lauer - dass die Rieslinge von der Saar heute wieder das Ansehen (drückt sich auch im Preis aus) aus Kaiser Wilhelms Zeiten findet, liegt an diesen Winzern von Rang und Namen - aber nicht nur: Zunehmend macht eine Anzahl junger Leute unter 30 von sich reden, so zum Beispiel Peter Burens aus Saarburg, Felix Weber aus Wiltingen und Felix Heimes aus Serrig, Jungwinzer im Weingut Würtzberg dortselbst. Von ihm stelle ich einen Riesling für jeden Tag, einen feinherben Kabinett des Jahrgangs 2019, vor.


Ich könnte aber auch so anfangen: Vor ein paar Wochen habe ich das Wort "Brot-und-Butter-Wein" zum ersten Mal gebraucht - und heute habe ich allen Grund, damit weiterzumachen. Denn das "Goldstück" besitzt ein so freundliches Naturell, dass mich das Wiedertreffen zur Mittagszeit. Will sagen: Es funktioniert nicht nur zusammen mit den (siehe Foto 1) Dinkelbroten von Meister Heinrich Töller aus Aachen, sondern auch Kartoffelpüree mit Sauerkraut - und einfach so, ohne Begleitung.



Was mir, der bisher mit feinherben Rieslingen gefremdelt hat, an dem Würtzberger gefällt: Er kommt mir eher fein als herb. Dazu trägt nicht zuletzt die spürbare Restsüße (26,5 Gramm/Liter bei 7,5 Gramm/Liter Säure), vor allem aber die Frucht mit charmanten Zitrus- und Steinobst-Aromen bei - ein animierender Charakterzug, der all ein schon die Neugier auf andere Weine des Gutes hoch über Serrig weckt.


Preis ab Weingut: 10,50 Euro.

Im Internet: www.weingut-wuertzberg.de


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