• Christoph Hahn

Alles Andere als eine harmlose Prickelbrause


Wer Sekt von den Brüdern Christian und Stefan Braunewell aus dem Norden Rheinhessenss in den Händen hält, weiß schon mal: Das ist jetzt kein harmloses Blubberzeug, sondern ein ernst zu nehmendes Getränk mit Ecken und Kanten. Einfach so runterschlabbern und weggurgeln - is' nicht. Da geht's schon um ein Getränk für Erwachsene, ein richtig moderner Winzersekt, gemacht von kompetenten Leuten, ein Stoff, der nicht nur beim Stehempfang oder artverwandten Events (da eher nicht), sondrn eher bei Tische am richtigen Platz ist.


Das hat vor allem damit zu tun, dass diesem Sekt so ziemlich alle eher harmlosen Aromen ausgetrieben, und der vielfach anzutreffende, potenziell zupackende Geschmack von Pink Grapefruit ist hier kaum anzutreffen. Statt dessen ist dieser Stoff würzig, genauer: kompromisslos würzig. So einen fordernden Sekt auf die Flasche zu bringen - dazu gehört sich was. Denn dieser Schäumer hält sich nicht lange mit parfümierten Freundlichkeiten auf.

Just darum kann ich ihn mir gut als Getränk für den Winter vorstellen. Denn der hier ist keine Schlabberbrause, die rückstandsfrei (= spurenlos) die Gosche runterläuft - der krallt sich zupackend in den geschmackssensiblen Zonen fest und ist gekommen, um zu bleiben.


Für den Drink vorneweg ist dieser Rosé meines Erachtens nichts. Ein Lachs- oder Forellentatar könnte dieser Stoff meines Erachtens aber schon gut zu packen bekommen. Oder halt die Sinne von jemand, der offen ist für diesen etwas anderen Rosé-Sekt, ganzis ae und gar zu durchtränken - und das als Solist.


Preis ab Weingut: 13 Euro.

Im Internet: www.braunewell-wein.de


P.S.: Die Braunewell-Festspiele auf "Betreutes Trinken" gehen in Kürze weiter.

 

(0163) 2069247

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