• Christoph Hahn

Achtung, Auslese!

Es gibt Geschichten, die schreibe ich eben. Und es gibt Geschichten, die mir am Herzen liegen. Das ist der Teil, der Gottseidank überwiegt. Die von und über Lars Görgiteen gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Gerade mal Mitte 20, legt der junge Winzer aus Neumagen an der Mosel mit seinen 2019ern den zweiten selbst gekelterteten Jahrgang vor.


Lars' Spätlese vom heimischen Laudamusberg hatte ich bereits vorgestellt, als diese Seite noch bei Facebook untergebracht war. Damals hatte ich darauf hingewiesen, dass trotz des nicht gerade gieeringen Restzucker-Gehaltes der Akzent dieses Rieslings eindeutig bei Frucht und Würze liegt. Das muss/darf ich bei der Auslese (Restzucker: 118,4 Gramm auf den Liter, Säure: 10,8 Gramm) schon wieder tun. Die Süße vrsteckt sich wieder unter der Würze, die an die Herbheit von Waldhonig denken lässt. Wieder mal pappt nichts am Gaumen. Gleichwohl durchtränkt genau dieser Geschmack selbst den entlegendsten Winkel des Mundraums.

Für einen Anfänger (Welpenschutz muss ja auch noch für den zweiten Jahrgang gelten) macht der Moselaner ziemlich durchdachte Weine. Da gibt es kaum vordergründige Akzente; da treten vielmehr die Eigenheiten der Rebsorte ziemlich pur hervor. Trotzdem wirkt dieser Stoff kein bisschen puristisch, denn Frucht und Würze, die tragenden Elemente, wirken gerade bei der Auslese so prall, dass dieser Stoff - ganz "Maul voll Wein" - über den Mundraum die Sinne ganz ausfüllt. Mit den Jahren dürft dieser Charakterzug sich noch weiter schärfen.



Preis ab Hof: 15 Euro (0,5-Liter-Flasche).

Eine Website hat Lars Görgen noch nicht, aber immerhin eine E-Mail-Adresse: info@larsgoergenweine.de.

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